Kapverden

Facettenreiche Inselwelt

zum Entdecken und Erholen

Kapverdische Inseln - Insel Santo Antão


Kapverden - Kapverdische Inseln - Santo Antão

Santo Antão ist mit 779 km² die zweitgrößte Insel des Archipels und gleichzeitig die westlichste. Ihr Relief ist weitaus beeindruckender als das der restlichen Inseln von Kap Verde. Die Insel wird durch eine breite Bergkette, die an vielen Stellen 1500 m übersteigt und beim Topo da Coroa (1.979m) ihren höchsten Punkt hat, in einen nördlichen und einen südlichen Teil geteilt. Santo Antão ist die zerklüftetste Insel des Archipels, mit hohen Bergen und tiefen Tälern. Dort gibt es, vor allem im östlichen Teil der Insel, Wasserläufe, die ständig Wasser führen, ein seltenes Phänomen auf den Inseln.

Santo Antão

Sie wurde 1462 entdeckt und war viele Jahre lang unbewohnt, wahrscheinlich bedingt durch ihr zerklüftetes und unzugängliches Relief. Die Insel wurde von der portugiesischen Krone an verschiedene Pächter verpachtet und im 18. Jahrhundert stabilisierte sich ihre Bevölkerung. 1732 erhielt Ribeira Grande das Stadtrecht. Über ein Jahrhundert später wurde Santo Antão zur Hauptinsel der auf der Windseite des Archipels gelegenen Inseln ernannt, denn damals war sie diejenige, mit der höchsten Bevölkerungsdichte und litt am wenigsten unter der Malaria-Epidemie. 1937 verlor sie diese Stellung und die Verwaltung wurde nach São Vicente verlegt.

Santo Antão

Santo Antão ist eine phantastische Insel, mit ihren imponierenden Bergen, den tiefen Tälern, den kargen und manchmal grünen Gegenden, weiten Hochebenen und steinigen Wegen. Es ist unmöglich, sich nicht von dieser Schönheit faszinieren zu lassen.

Die Größe der Berge, dessen Wege steil und schwer zugänglich sind, führt den Touristen in die Nähe des Himmels. Zwischen den Bergen öffnen sich steile Zugänge, die hunderte von Metern in die Höhe schießen, Stein auf Stein und dann kommen üppige Täler zum Vorschein, in denen auch mal ein Wasserfall zu sehen ist, wenn der Regen Lust hatte, die trockene Erde lange und anhaltend zu erfreuen.

Santo Antão

Während der Überfahrt, wenn der Besucher mit der Fähre vom nahe gelegenen São Vicente kommt, fällt die Dürre der Gegend besonders auf.
Dann, nach und nach, kommt der eigentliche Weg, der nach Ribeira Grande führt. Eine Strecke, die ungefähr zwei Stunden in Anspruch nimmt, die man aber in Ruhe und mit offenen Augen zurücklegen sollte. Die Landschaft ist einzigartig. Je höher man steigt, desto häufiger sieht man, dass die Dürre einigen Sträuchern Platz machen muss und auch die drückende tropische Hitze schwindet.

Santo Antão

Auf den Bergen ähnelt das Klima dem Europäischen - hier findet man Eukalyptus, Pinien und Zitronenbäume und es herrscht eine durchdringende Kühle. Der Horizont ist unendlich weit und man entdeckt die wirklichen Ausmaße dieser unebenen Landschaft. Man begreift, wie gerade diese Erde die Bevölkerung geformt und ihr unsagbare Kraft und ewige Hoffnung abverlangt hat. Auf der anderen Seite der Insel und der Bergkette, welche die Landschaft in zwei Hälften teilt, mehren sich die kleineren Berge und Täler und die Farbe grün kommt immer deutlicher hervor.

Santo Antão

An jeder Kurve und bei dem Abstieg der Straße sieht die Situation verändert aus und man empfindet eine Neugier, sich ins Landschaftsinnere zu bewegen, um nachzuschauen, wie es dort aussieht. Der Bergtourismus mit seinen verschiedenartigen Gesichtern wird hier zur Visitenkarte des Landes.

Der Grogue, der kapverdische Zuckerrohrschnaps, ist hier entstanden. In Santo Antão gewesen zu sein, ohne ihn getrunken zu haben, ist so, als ginge man nach Rom, ohne den Papst gesehen zu haben.

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